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Weitere DGPS-Erfahrungen.

Seit September 1997 besitze ich einen weiteren Langwellen-Korrekturdaten-Empfänger (d·BlackBox von WW Com in Flensburg). Hier hat man versucht, die Probleme beim Langwellen-Empfang im fahrenden Auto dadurch zu mildern, dass man 2 aktive Ferrit-Richtantennen einsetzt. Die beiden Antennen sind dann in einem Winkel von 90 ° anzuordnen (z. B. auf der "Hutablage" im Heck des Fahrzeugs), damit insgesamt auch im fahrenden Auto bei Richtungswechsel immer eine der Antennen das Signal gut empfangen kann. Eine Elektronik im Empfänger schaltet jeweils zur Antenne mit dem besten Empfang durch.

Am 20.9.97 habe ich an einem trigonometrischen Punkt in meiner näheren Umgebung GPS-Messwerte aufgezeichnet, die unter Verwendung der Korrekturdaten aus obigem Empfänger ermittelt wurden. Dabei wurden 2 Messreihen über je 1 Stunde aufgenommen (die Intervalle zw. den einzelnen Messwerten betrugen 1 Sekunde).

Die Entfernung meines Messortes vom Referenzempfänger in Mainflingen beträgt rund 170 km.

Bei der Betrachtung der gemessenen Daten fällt zunächst auf, dass die beiden Messreihen, die in unmittelbarer Folge aufgenommen wurden, sich bezüglich der Streuung sehr stark unterscheiden. 

zeigt die erste Messreihe mit einigen merkwürdig großen Abweichungen vom Mittelwert (teilweise bis zu 35 m). Es ist leider bei dieser Messung nicht aufgezeichnet worden, ob evtl. teilweise der Korrekturdatenstrom unterbrochen war - danach sieht es fast aus. Trotzdem ist die gemittelte Position nur ca. 1 m neben der Soll-Lage. In Bild 2 und Bild 3 ist der zeitliche Verlauf der gemessenen Rechtswerte (West-Ost) und Hochwerte (Nord-Süd) aufgezeichnet.

Bild 2

Bild 3


Die Resultate der 2. Messreihe sind in Bild 4 dargestellt. 

Bild 4

Hier bewegen sich die Abweichungen vom Mittelwert im üblichen Rahmen von ± 5 m (Nord-Süd) und ± 1,5 m (West-Ost). Bei Bild 5 und Bild 6 ist wieder der zeitlichen Verlauf der gemessenen Rechts- und Hochwerte dargestellt. 

Bild 5

Bild 6

 

Es ist beim Vergleich mit den Abbildungen 2 und 3 zu beachten, dass ein anderer Maßstab verwendet wird, der eine bessere Auflösung bei der 2. Messreihe ermöglicht hat und daher ist hier eine Rasterung zu sehen, die durch die Grenzen der Auflösung des Empfängers vorgegeben ist.

Nach meinem bisherigen Eindruck ist diese Lösung etwas besser für die Verwendung im fahrenden Auto geeignet, zumal es auch jetzt nicht mehr notwendig ist, die Antenne außerhalb des Fahrzeuges zu installieren. Um diesen Eindruck aber noch besser zu überprüfen ist sicher eine weitere und längere Test-Zeit erforderlich. Ich werde später darüber berichten.

Auf dieser Seite ist ein vergleichender Überblick über die bisherigen Messreihen gegeben - mit und ohne DGPS-Korrekturen gemessen - zu Zeiten von eingeschalteter Genauigkeitsminderung (SA).

Letzte Aktualisierung : 08.01.2002

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