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Standort aus Sternhöhen
Auswertung gemessener Sternhöhen
1. Protokoll einer Standortbestimmung aus Sternhöhen
2. Protokoll einer Standortbestimmung aus Sternhöhen
Breite aus Zenitabständen beim Meridiandurchgang

Astronavigation

Die Frage nach der Ermittlung des eigenen Standortes auf der Erdoberfläche hat mich schon längere Zeit beschäftigt. Natürlich könnte ich für meine eher einfachen Belange durch Verwendung von GPS und DGPS die Aufgabe als gelöst betrachten. Es ließ mir aber doch keine Ruhe, dass ich überhaupt keine Ahnung davon hatte, wie man ohne diese relativ neuen Hilfsmittel zu Rande kommen kann. Natürlich hatte ich erfahren, dass die Seeleute sich eines Sextanten bedienen und damit Positionen von Gestirnen zur Navigation heranziehen. Es sollte dabei auf die genaue Zeit ankommen. Ein ganzes Buch zu diesem Detail, nämlich "Longitude" von Dava Sobel, hatte ich schon verschlungen, aber noch immer nicht verstanden, wie es gemacht wird. Auch würde man sog. Nautische Jahrbücher mit umfangreichen Tabellen über Sternpositionen dabei verwenden, so hatte ich vernommen. Ich bekam aber - als notorische Landratte - nie Gelegenheit, einem Seemann bei dieser Art der Navigation über die Schulter schauen zu dürfen. So blieb dies also für lange Zeit eine Frage, um die ich mich bei Gelegenheit einmal kümmern wollte.

Inzwischen fand ich nun als Ruheständler endlich die Muße, den lang gehegten Vorsatz tatsächlich in Angriff zu nehmen - und ein bisschen habe ich jetzt davon verstanden.

Ob dies nicht vielleicht doch eher eine falsche Einschätzung ist, könnte sich ja zeigen, wenn ich versuchte, das Thema für Besucher dieser Seite etwas aufzubereiten :

  1. Die Folgen 10 bis 13 meiner Seiten zur Astronomie behandeln die Hintergründe für die Positionsbestimmung aus Sternhöhen
  2. Zum Ausprobieren der einzelnen Schritte können zwei Applets genutzt werden, die eine astronomische Ortsbestimmung durch Sternhöhenmessung simulieren, bzw. eigene Messdaten auszuwerten.
  3. Protokolle von Messungen, die ich mit meinem Theodolit durchgeführt habe, zeigen auch die Grenzen hinsichtlich der Genauigkeit auf.
  4. Ein weiteres Applet liefert die Erläuterung und das erforderliche Datenmaterial für die genauere Bestimmung der geografischen Breite aus Zenitabständen bei der Kulmination passender Sterne.
  5. Zur Veranschaulichung der Zusammenhänge von Zeit, Ort und entsprechendem Fixsternhimmel kann ein spezielles Applet genutzt werden. Hier kann man sich ansehen, wie ein Ortswechsel entlang frei gewählter Bahnen sich bei "stehen bleibender Zeit" am Himmel widerspiegelt - oder wie sich der Sternhimmel von einem beliebigen Ort mit fortschreitender Zeit verändert. Auf diese Weise kann man sich mit den bei der  Astronavigation genutzten Phänomenen durch systematisches Probieren vertraut machen. 

Vielleicht können Ihnen meine Seiten zu diesem Thema nützlich sein, auch wenn ich selbst wahrlich kein Fachmann in diesen Dingen bin.