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Formation des Trios NOSS 2-1

Iridium-Flare

Beispiel einer Identifizierung

Wieder ein bemerkenswerter Zufall: Die Raumstation ISS durchläuft am 20. Mai 2008 nacheinander die Blickfelder der Teide-Stars-Cam und der Pole-Star-Cam.

Bei weiteren Beobachtungen mittels der beiden Webcams auf Teneriffa gelingen immer mal wieder bemerkenswerte Screenshots, die einem dann als "Jagdglück" erscheinen mögen. Sehen Sie sich zum Beispiel mal dieses Filmchen aus den einzelnen Screenshots an:


Für den Fall, dass Sie selbst nachprüfen wollen, dass es sich wirklich um die Raumstation handelt, habe ich Ihnen die tagesaktuelle TLE-Datei vom Nachmittag des 20.5.2008 hier bereitgestellt.

Für eine schnelle Orientierung hier die entsprechenden zeitlich passenden Bildausschnitte, die mit dem Astronomieprogramm "CyberSky 4" entstanden sind. Zunächst der Ausschnitt der Teide-Stars-Cam:

und dann die Ansicht, die dem Bildausschnitt der "Pole-Star-Cam" entspricht:

Auf beiden Bildern sind die Gitternetze für das Horizontsystem (Azimut und Elevation, gelbe Linien) und das Äquatorsystem (Rektaszension und Deklination, rote Linien) eingezeichnet.

Es folgen die aus den Screenshots gewonnenen Messdaten:

Aus zwei Screenshots, der eine über die Teide-Stars-Cam, der andere über Pole-Star-Cam gewonnen, habe ich mit "FINDSAT.EXE" die folgenden Befunde erhalten. Sie zeigen, dass es tatsächlich auf beiden Bildern die ISS mit ihren derzeitigen nahen Begleitern war, die man da sieht:

Die zugehörigen Screenshots können Sie für eine eigene Überprüfung von hier und von hier herunterladen.

Die HTML-Datei für die RA-Dk-Koordinatenbestimmung auf dem Bild "Tei0951.jpg" finden Sie hier,

und für das Bild "PoSt0950.jpg" können Sie diese HTML-Datei verwenden.

Die Blickrichtungen der beiden Webcams (256.4° bzw. 345°) sind also um einen Winkel von 88.6° gegeneinander gedreht. Der rechte Bildrand der Teide-Stars-Cam (276.9°) und der linke Bildrand der Pole-Star-Cam (317.1° - in ihrer Ausrichtung seit dem 11.5.2008) ergeben einen nicht erfassten Winkel von 40.2°, den die Raumstation damals in genau einer Minute durchlaufen hat, bis sie danach im Blickfeld der zweiten Kamera wieder auftauchte.

Wenn man einmal den Bahnverlauf auf beiden Kamerabildfeldern (Elevation gegen Azimut) grafisch darstellt, dann wird ganz gut erkennbar, dass die beiden Teilbahnen gut zueinander passen. Man fühlt sich dazu herausgefordert die Lücke dazwischen mit einer Näherungsfunktion zu überbrücken:

Diese Seite wurde erstellt am 22.5.2008, letzte Aktualisierung: 6.7.2008