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Einführung

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 5

Panoramabilder, Teil 4

Etwas komplizierter ist die Identifizierung von Berggipfeln in den Vogesen. Das liegt daran, dass unsere TOP25-Karten sich natürlich nicht bis ins benachbarte Frankreich erstrecken. Die Ziele müssen also mit den französischen Entsprechungen unserer TOP25 CDROM bearbeitet werden. Für die Vogesen verwende ich die CDROM-Karten im Maßstab1:25000. Die Benutzung von Google Earth ist für die Vogesen noch nicht möglich weil die Auflösung der Satellitenbilder derzeit noch unzureichend ist.

  • CARTO Exploreur 3, BAS RHIN (67) PARTIE NORD
  • CARTO Exploreur 3, BAS RHIN (67) PARTIE SUD
  • CARTO Exploreur 3, HAUT RHIN (68)

Diese Karten lassen sich von Hause aus auch auf die Festplatte übertragen und sind von dort leichter zu nutzen.

Mit einigen Screenshots möchte ich Ihnen mein Vorgehen zeigen. Das Problem mit dem Standort in Deutschland und den Zielen in Frankreich lässt sich, wie Sie sehen werden, mit einem Trick ganz gut lösen. Zunächst also das Anzielen eines noch unbekannten Gipfels auf meinem Panorama 3 :

Jetzt der Trick: Ich bestimme zunächst einen Startpunkt, der in dieser Richtung (290.91°), aber schon in der elsässischen Rheinebene liegt, was ich durch eine passend geschätzte Entfernung mit Hilfe der Ersten Geodätischen Hauptaufgabe löse. Vorgabe: Die Koordinaten des Kamerastandortes, der Azimutwinkel und die vielleicht passende Entfernung von 15000 m. Sehen Sie hier:

Damit haben wir nun einen Startpunkt, der vom Schutterlindenberg aus auf der passenden Ziellinie liegt, aber schon auf der französischen Karte zu finden ist:

Nun geht es - wieder über die Erste Geodätische Hauptaufgabe - weiter, indem wir wieder vom Kamerastandort in ausreichender Entfernung (z.B. 70 km) einen zweiten Punkt suchen, der das gleiche Azimut (290.91°) hat:

Der zweite Punkt liegt nun hier (48.3955° N, 7.6656°O) so auf der Karte:

Die Verbindungslinie - nicht vergessen, es ist auch die Ziellinie vom Kamerastandort - liegt nun so auf der Karte:

und ich weiß jetzt, dass mein kleiner Berggipfel irgendwo auf dieser Linie liegt. Jetzt nutze ich ein weiteres Highlight des Programms und lasse mir für diese Linie den "Geländeschnitt" anzeigen und suche darauf mit dem Mauszeiger die höchste Erhebung:

Apropos "höchste Erhebung": Sie werden vielleicht beanstanden, dass in einer Entfernung von etwa 38 km ein deutlich höherer Gipfel von ca. 900 m liegt. Ja, aber bedenken Sie, dass man auch die Höhe des Standortes (Schutterlindenberg, ca. 290 m) beachten muss. Es lässt sich auf dem Profil gut erkennen, dass auch von dort oben noch der erste Gipfel den zweiten sicher verdecken wird.

Hier erkenne ich nun, dass mein Gipfelchen eine Höhe von 767 m aufweist und 23.35 km vom ersten Punkt im elsässischen Rheintal hat. Jetzt rufe ich wieder mein obiges Applet zu Hilfe, gebe als Startpunkt die Koordinaten des Punktes vor, als Azimut bleibe ich bei 290.91° wähle jetzt aber die Entfernung von 23350 m:

und kenne jetzt die Koordinaten des Berges: 48.4700457° Nord und 7.3706529° Ost. Ein Blick auf die Computerkarte von der CD zeigt mir, dass ich offensichtlich auf meinem Berggipfel gelandet bin und finde seinen Namen: Heidenkopf :

Ich kann jetzt auf der Karte auch seine Höhe ablesen: 787 m.

Auch dieser "Heidenkopf", den ich nicht kannte, ist bei einer Google-Suche durchaus zu finden - mitsamt seinen Koordinaten.

Zu guter Letzt kann ich mit der Zweiten Geodätischen Hauptaufgabe auch noch die Entfernung von der Kamera ermitteln. Es sind 38318 m:

 

Die Seite wurde erstellt am 21.06.2006

Letzte Aktualisierung: 23.06.2006