Ein offenbar noch kleinerer Winzling, beobachtet am 12.8. 2012 (Teil 5)

Aus diesen beiden Filmschnipseln wurden die folgenden zwei Schnappschüsse gewonnen:

Bild 1
Bild 2

Der Zufall war günstig, denn das Tierchen bewegte sich auf einer ebenen Steinoberfläche. Diese weist auch

gut erkennbare Strukturierungen auf. Ihre Pixelkoordinaten können mit einem Bildbearbeitungsprogramm zuverlässig erfasst werden.

 

Bei der Bestimmung der Lagekoordinaten hätte man sich ein Millimeterpapier mit besserer Transparenz wünschen mögen,

aber so etwas muss ich erst noch finden!

Bild 4

Immerhin konnten ich im folgenden Bild neun Punkte finden und ihre Lagekoordinaten auf dem Millimeterpapier von Bild 4 ablesen. Diese

Punkte sind auf dem folgenden Bild durch rote Kreuzchen gekennzeichnet. Die Pixelkoordinaten der gleichen Punkte wurden dann mit Hilfe

des Originals von Bild 5 im Bildbearbeitungsprogramm bestimmt und notiert.

Bild 5

Mit den Werten aus dieser Tabelle und dieser Rechenhilfe werden acht Transformationsparameter gewonnen. Hier folgt ein Bild des Berechnungsergebnisses mit den obigen Eingabewerten:

Mit Hilfe dieser Parameter ist es im Bild 5 auch für andere Punkte als den rot gekennzeichneten möglich, aus den zugehörigen Pixelkoordinaten x,y ihre Lagekoordinaten X,Y in Zentimeter zu berechnen. Dazu trägt man die interessierenden Pixelkoordinaten, die man z.B. in Bild 5 abgelesen hat, im unteren Bereich der gleichen Rechenhilfe ein. Als ein beliebig angenommenes Beispiel seien es drei Punkte mit den Koordinaten:

1. 2500 1000

2. 1500 1500

3. 1100 1700

Das Applet berechnet dann für diese Punkte die Lagekoordinaten X und Y in Zentimeter, wenn man die grüne Schaltfläche "Transformieren" anklickt. Hier sehen Sie den zugehörigen Schnappschuss:

Der erste Schritt hat also zu der Möglichkeit geführt, dass zumindest im Bereich der roten Punkte aus abgelesenen Pixelkoordinaten im Bild 5 mit der Hilfe dieses ersten Parametersatzes auch die Lagekoordinaten (X und Y in cm) dieser Stellen berechnet werden können.

Da nun aber auf dem Bild 5 die kleine Mauereidechse nicht abgebildet ist, muss in einem weiteren Schritt dafür gesorgt werden, dass man die Eidechse von Bild 1 auf das Bild 5 "hinüber rechnet". Dazu kann wieder eine geeignete Transformation dienen, für die man sich die passenden 8 Parameter eines weiteren Satzes mit der Hilfe des gleichen Applets aber erst beschaffen muss.

Wenn das aber gelungen ist, dann kann man fortan auch von Punkten aus Bild 1, deren Pixelkoordinaten man in einem Bildbearbeitungsprogramm ja leicht ablesen kann, die entsprechende Stelle auf dem Bild 5 finden, denn bei der Transformation mit dem zweiten Parametersatz erhält man ja gleich die Pixelkoordinaten dieser Punkte auf Bild 5 präsentiert.

Hier die Abbildung des Eidechsenwinzlings in der Position 1, versehen mit einer "Rückenlinie" aus 12 gelben Kreuzchen:

Bild 6

Es folgt das Bild der auf das Bild 5 "hinüber gerechneten" Rückenlinie:

Bild 7

Die Rückenlinie aus den 12 Kreuzchen ist auf dem Bild nur schwer zu sehen, deshalb noch die folgende Ausschnittvergrößerung:

Bild 8

 

Aus diesen Pixelkoordinaten kann man sich schließlich mit Hilfe des ersten Parametersatzes auch die Lagekoordinaten der entsprechenden Punkte auf Bild 5 in Zentimeter berechnen lassen.

Fortsetzung folgt.

Diese Seite wurde erstellt am 18.8. 2012

Letzte Aktualisierung: 6.9. 2012