Eine Rechenhilfe zur Berücksichtigung der atmosphärischen Refraktion bei Sternbeobachtungen.

Auf seinem Weg durch die Erdatmosphäre nimmt das Licht der Sterne im Allgemeinen einen gekrümmten Verlauf. Daher scheint ein Stern, dessen wahre Höhe über unserem Sichthorizont wir aus Berechnungen kennen, für den Beobachter, der mit einer geradlinigen Lichtausbreitung rechnet, scheinbar höher über dem Horizont zu stehen. Dieser Effekt ist besonders ausgeprägt bei horizontnahen Sternen. Dort kann es durch den Refraktionseffekt sogar dazu kommen, dass wir einen Stern noch sehen, der bei geradliniger Lichtausbreitung unsichtbar sein müsste. Man sieht dann noch Sterne mit negativer Elevation, deren "Höhe" also bis zu etwa einem halben Grad unter dem Horizont liegen kann. Bei zenitnahen Sternen ist dieser Effekt geringer und der Lichtweg von Sternen, die wir genau im Zenit sehen, wird durch die Atmosphäre gar nicht gekrümmt.

Man kann nun versuchen, die Diskrepanz zwischen "scheinbarer" und "wahrer" Elevation (= Höhe über Horizont) rechnerisch zu erfassen. Dies wird im folgenden Applet angestrebt. Es ist dabei auch versucht worden, den Einfluss des Refraktionseffektes vom Luftdruck und der Temperatur am Beobachtungsort mitzuberücksichtigen.

Die dem Applet zugrunde liegenden Algorithmen stammen aus Jean Meeus, ASTRONOMICAL ALGORITHMS, Verlag: Willmann-Bell, Inc.

Applet "AtmosphaerischeRefraktion" erscheint in einem Java-fähigen Browser.

Diese Seite wurde erstellt am 17.11.2010

Letzte Aktualisierung: 17.11.2010